PROGRAMM

STOP HATE: Sozialer Trainingskurs bei Straftaten der Hasskriminalität & digitaler Gewalt

In enger Kooperation mit der „Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität“ (ZIT) führen wir fortlaufend seit Anfang 2023 Online-Sozialtrainings mit Menschen aus dem Bundesland Hessen durch, die durch Straftaten digitaler Gewalt bzw. Hasskriminalität in den sozialen Medien oder im Internet strafrechtlich in Erscheinung getreten sind.

Als strafrechtliche Reaktionsmöglichkeit richtet sich die ambulante Sanktionsmaßnahme STOP HATE an straffällig gewordene Menschen ab einem Alter von 18 Jahren mit Wohnsitz in Hessen, die wegen verübter Taten digitaler Gewalt, Hass und Hetze im Internet oder in sozialen Medien von Seiten hessischer Gerichte und Strafverfolgungsbehörden an STOP HATE verwiesen werden.

Dazu zählen Delikte wie: 

  • Öffentliche Aufforderung zu Straftaten 
  • Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten
  • Volksverhetzung
  • Belohnung und Billigung von Straftaten
  • Bedrohung
  • Beleidigung
  • Verhetzende Beleidigung
  • Üble Nachrede und Verleumdung
  • Beleidigung, üble Nachrede und Verleumdung gegen Personen des politischen Lebens 


Die Zuweisungen der Justiz erfolgen im Rahmen von Bewährungsauflagen sowie
vorläufiger Einstellung der Verfahren gemäß § 153a StPO und werden seitens der „Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität“ (ZIT) mit Sitz bei der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main koordiniert. 

Die Übermittlung der Aktenauszüge an STOP HATE erfolgt:

  • digital über die ZIT bei der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main 
  • oder digital direkt per eBO an: STOP HATE – Fachstelle Kriminalprävention & Demokratieförderung


STOP HATE ist als fortlaufendes Sozialtraining konzipiert, wird ausschließlich online durchgeführt und agiert zu 100% DSGVO-konform. Für Teilnehmende ist STOP HATE kostenfrei.

In Einzel- und Gruppensitzungen in digitaler Form inklusive psychodiagnostischer Testverfahren setzen sich die Täter:innen aktiv mit ihrem strafrechtlich relevanten Verhalten auseinander. Sie übernehmen Verantwortung für ihr Handeln und entwickeln Strategien zu einer langfristigen, sozialverträglichen Verhaltensänderung ohne neuerliche Straftaten.

Die konkreten Ziele der Arbeit von STOP HATE mit Täter:innen und Beschuldigten: